Konzert des Frauenchors Pratteln mit Instrumentalensemble und dem ökum. Kinderchor Rägeboge

Datum: Samstag, 28. November 2026, 18.00 Uhr,
Ort: Kath. Kirche, Pratteln

Zur Verfügung gestellt vom Frauenchor Pratteln

Wie klang Weihnachten vor 500 Jahren?
Ein musikalischer Advent mit alten Weihnachtsliedern aus der Renaissance

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie «Es ist ein Ros entsprungen» vor rund 500 Jahren geklungen haben mag? Wie haben die Menschen damals Weihnachten gefeiert, welche Lieder haben sie gesungen, und wie erfüllten die Klänge jener Zeit die Kirchen und Plätze?

Diesen Fragen ist das historische Bläserensemble Capella Helvetica aus Pratteln unter der Leitung von Katharina Haun nachgegangen. Gemeinsam mit dem Frauenchor Pratteln und dem ökumenischen Kinderchor Rägeboge laden die Musikerinnen und Musiker zu einer besonderen musikalischen Reise in die Weihnachtszeit der Renaissance ein. Am Samstag, 28. November 2026, um 18.00 Uhr erwachen in der Kirche St. Anton wunderschöne alte Weihnachtslieder zu neuem Leben – in einer Klangwelt, die uns die Musik vergangener Jahrhunderte auf eindrückliche Weise näherbringt.

Im Zentrum des Konzerts stehen Weihnachtslieder aus den Sammlungen des Komponisten und Musikgelehrten Michael Praetorius (1571–1621). Er gehörte zu den bedeutenden Musikschaffenden seiner Zeit und trug mit seinen umfangreichen Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Musik der Renaissance für die Nachwelt zu bewahren. Viele der Melodien, die er sammelte und kunstvoll bearbeitete, hatten ihren Ursprung in volkstümlichen Liedern. Sie wurden über Generationen weitergegeben, gesungen und verändert, bevor sie Eingang in gedruckte Sammlungen fanden. So begegnen uns in dieser Musik Melodien, die den Menschen schon vor Jahrhunderten vertraut waren und bis heute nichts von ihrer Ausdruckskraft verloren haben.

Besonders faszinierend ist die Vielfalt der musikalischen Bearbeitungen: Aus einer einfachen, eingängigen Melodie konnte ein kunstvolles mehrstimmiges Werk entstehen. Zwei, drei, vier, fünf oder sogar acht Stimmen verweben sich miteinander, greifen Motive auf, antworten einander und verbinden sich zu einem festlichen Klanggefüge. Dabei wird hörbar, wie aus einem schlichten Weihnachtslied ein musikalisches Kunstwerk voller Lebendigkeit, Wärme und Tiefe werden kann.

Für den authentischen Klang sorgen historische Blasinstrumente, wie sie zur Zeit der Renaissance gespielt wurden: Zink, Pommer, Schalmei, Dulzian, historische Posaunen und Blockflöten. Ihre Klangfarben unterscheiden sich deutlich von denen moderner Instrumente. Mal hell und strahlend, mal warm und dunkel, mal festlich und kraftvoll entfalten sie gemeinsam mit den menschlichen Stimmen einen ganz eigenen Zauber. Das Zusammenspiel von historischem Bläserensemble, Frauenchor und Kinderchor lässt die Musik in ihrer ganzen Vielfalt aufleuchten und verbindet unterschiedliche Generationen durch die gemeinsame Freude am Singen und Musizieren.

So schlägt das Konzert eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Vertraute Weihnachtsmelodien erscheinen in ungewohnten Klangfarben, kunstvolle mehrstimmige Sätze laden zum aufmerksamen Zuhören ein, und die Stimmen der Kinder erinnern an die schlichte Freude und Hoffnung, die mit der Weihnachtsbotschaft verbunden sind.

Lassen Sie sich von dieser besonderen Musik berühren und stimmen Sie sich auf eine ebenso besinnliche wie klangvolle Weise auf den Advent ein. Entdecken Sie den Zauber alter Weihnachtslieder neu und erleben Sie, wie lebendig die Musik von vor 500 Jahren noch heute sein kann.

Wir freuen uns, Sie zu diesem besonderen musikalischen Auftakt in die Adventszeit begrüssen zu dürfen!