
Der Cantabile Chor Pratteln wird am Sonntag, 15. November 2026, um 17.00 Uhr in der Katholischen Kirche St. Anton sein neues Projekt mit dem Titel Gesänge vom Entstehen und Vergehen im Rahmen der Woche der Religionen aufführen. Dem spätromantischen «Requiem» von Gabriel Fauré wird die Uraufführung der «Carmina Mundi» von Thomas Fortmann gegenübergestellt. Den sanft tröstlichen Gesängen der Bitten um ewige Ruhe folgen die poetischen Texte aus den grossen Weltreligionen, die vom Beginn und Werden erzählen.
Thomas Fortmann ist ein Schweizer Komponist. In seinem neuen Chorwerk «Carmina Mundi» vertont er in 7 Sätzen mystische Texte aus den grossen Weltreligionen. Seine Musiksprache in diesem Stück orientiert sich an den typischen Skalen und Rhythmen der verschiedenen Kulturen, ohne aber ihre Eigenart zu verleugnen.
Faurés Requiem weicht erheblich vom Kanon von der traditionellen Totenmesse ab. Im Gegensatz zum überlieferten Ablauf, verzichtet Fauré auf eine dramatisierende Darstellung des «Dies irae». Es war ihm ein Anliegen, ein friedvolles Bild des Todes zu zeichnen. In der Absicht, das Fauré-Requiem näher mit dem Klang seines eigenen Werkes zu verbinden, hat Thomas Fortmann den Instrumentalteil der Totenmesse nach den verschiedenen Vorlagen Faurés für dieselben Instrumente wie sein eigenes Werk arrangiert.
Um dem inhaltlichen Konzept der «Carmina Mundi» vertiefte Beachtung zu schenken, wird Prof. Reinhold Bernhardt, emeritierter Professor der Systematischen Theologie und Dogmatik an der Universität Basel, zwischen den beiden Konzertteilen die den Weltreligionen zugrunde liegenden Gemeinsamkeiten erläutern.
Christoph Zwahlen für den Cantabile Chor Pratteln



