
Krankheit bringt körperliche und seelische Leiden. Sie kann Menschen auch aus dem gewohnten sozialen Leben herausreissen. Krankheit mag uns erfahren lassen, dass unser Leben bedroht und vergänglich ist, und mag uns besser begreifen lassen, was im Leben wichtig ist. Dennoch ist sie ein Übel. Gott will das Leben, und der Mensch setzt vieles ein, um gesund zu bleiben.
Die Evangelien zeigen uns Christus als den, der unzählige Kranke heilt. In Jesus sehen wir, dass Gott den Leidenden besonders nahe ist. Mit dem Auftrag: «Heilt die Kranken» hat Jesus seine Sorge um die Kranken seinen Jüngern übertragen. Darum hat sich die Kirche der Kranken angenommen und Krankenhäuser und Spitäler betrieben. Zu diesem Dienst gehört auch die Krankensalbung, in der Kranke Hilfe von Gott erbitten und empfangen.
Leider ist die Krankensalbung im Verlauf der Zeit zum Sakrament für Sterbende, zur sogenannten «letzten Ölung», verkürzt worden. Sie ist aber ein Sakrament für Kranke, die sich Kraft und Heilung erhoffen. In diesem Sakrament will Jesus uns eigentlich so begegnen, wie er in seinem irdischen Leben den Kranken begegnet ist. Er will ihnen beistehen in den Schmerzen, in der Ungeduld und der Angst, und auch dann, wenn Kranke gegenüber Gott überdrüssig werden.
Das Sakrament der Krankensalbung stärkt den Glauben. Die Krankensalbung hat ihren Platz bei jeder ernsthaften Erkrankung und kann mehrmals im Leben, ja auch innerhalb derselben Krankheit, wiederholt empfangen werden. Sie wird vom Priester im Altersheim, im Spital oder auch zu Hause gespendet.
Einmal im Jahr gibt es am Wochenende im Gottesdienst Gelegenheit, die Krankensalbung zu empfangen, für jene Kranke, die trotz Krankheit und Schwäche am Gottesdienst teilnehmen können. Der Sonntag, 1. März 2026, ist übrigens der nationale Tag der Kranken.
Herzliche Einladung zu den Krankensalbungsgottesdiensten:
Samstag, 28. Februar, 18 Uhr im ökumenischen Kirchenzentrum Romana
Sonntag, 1. März, 10 Uhr in der katholischen Kirche St. Anton
Die Kranken- und Jubilaregruppe lädt im Anschluss jeweils zum Apéro ein.
Priester Andreas Bitzi



