Ein turbulentes Krippenspiel

Bilderquelle: ök. Kinderchor Rägeboge

„Truppeverlegig uf Bethlehem“ hiess das diesjährige Krippenspiel. Nach neun Wochen proben, war am Freitag, 12. Dezember, die Hauptprobe im reformierten Kirchgemeindehaus. Die Farbe für die Kulissentüre war noch feucht, als die 22 Kinder das Stück zum ersten Mal mit allen Liedern und Musikstücken probten.

Das Stück handelte von 2 Soldaten, welche nach Bethlehem abkommandiert waren, um dort während der Volkszählung für Ordnung zu sorgen. Weil sich Leute um die letzten freien Betten stritten und eine genervte Wirtin sogar mit dem Wallholz auftrat, griffen sie ordnend ein. Hinter den Hirten im Stall vermuteten sie einen Aufstand und begegneten dann selbst Jesus in der Krippe. Zurück bei Herodes bekamen sie mit, wie die drei Weisen nach dem neuen König fragten und wie ihr König daraufhin einen Wutanfall bekam. Nachdem ihnen klar wurde, dass sie das Jesuskind, also den Messias, gesehen haben, beschlossen sie, die Weisen und die Familie zu warnen – fanden aber nur noch den leeren Stall vor. So weit so gut.

Dann kamen die beiden Aufführungen am 3. Advent. Zwei Kinder, davon eines mit Doppelrolle, fielen am Samstag Grippehalber aus. Einer der Soldaten, Josef und ein Schriftgelehrter mussten kurzfristig ersetzt werden. Die Chorleiterin, Assunta D’Angelo, rief ein Mädchen an, welches in den letzten 7 Jahren immer mitgespielt hatte. Sie war so spontan, zwei Stunden vor der Aufführung zuzusagen und lernte in der kurzen Zeit die Rolle des Josef fast ganz auswendig. Der Wirt wurde zum zweiten Soldaten und ein Engel übernahm zusätzlich die Rolle des Schriftgelehrten. Am Sonntag fiel dann auch noch ein weiteres Kind mit der Rolle des Herodes aus, so dass seine Frau die Rolle des Herodes übernahm und ein Engel zur Frau des Herodes wurde. Ein Kind, welches zum Zuschauen gekommen war, wurde spontan ein weiterer Engel. Die Kleidungsstücke wurden kurzerhand angepasst, die Texte, so gut es ging gelernt. Alle halfen einander, so dass jedes am richtigen Platz stand. Improvisation gehört zu jedem Krippenspiel, aber dies war eine wahre Meisterleistung. Die Kinder spielten ihre Rollen, als ob sie diese schon immer hatten und die gute Fee Dayna Soder sorgte im Hintergrund dafür, dass jedes Kind im richtigen Moment das richtige Kostüm anhatte. Aline König und Roswitha Holler-Seebass unterstützten den kräftigen Gesang der Kinder mit dem Flügel und der Gitarre und Assunta D’Angelo leitete die Kinder beim Gesang und Krippensiel hervorragend an, so dass die Aufführungen wunderbar gelangen.

Ein herzliches Dankeschön allen, für ihre ausgezeichnete Mitarbeit!

Roswitha Holler-Seebass, Sozialdiakonin


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